Was machst du, wenn dein Kind aus seinem Fahrrad rausgewachsen ist oder gerne auf ein anderes Modell umsteigen will? Als Mitglied im Bike Club kannst du dein Kinderfahrrad ganz ohne Probleme gegen ein anderes Modell eintauschen (so funktioniert‘s).
Doch was passiert eigentlich mit dem wieder zurückgeschickten Bike? Heute lüften wir das Geheimnis um unsere ReBike-Werkstatt und wie genau wir gebrauchte Bikes wieder aufbereiten, damit du sie als ReBikes mieten kannst (was sind Rebikes? Hier erklären wir es dir).
Denn wenn dein Kids-Bike bei uns ankommt und ein besser passendes Bike bereits auf dem Weg zu dir ist, beginnt das zweite Leben deines Fahrrads nicht mit Zauberei, sondern mit einem klaren Prozess und viel Schrauberliebe. Unser Team sichtet täglich 80-90 Räder (vom Laufrad bis zum MTB) und behandelt jedes einzelne nach festen Standards. Lass uns mal gemeinsam einen Blick auf die Details werfen!

Anlieferung & Erstsortierung: So startet das zweite Leben
Sobald ein Rad im Lager eintrifft, nimmt unser sogenanntes Kommissionierungsteam es in Empfang und gleicht die Lieferung ab. Das Verpackungsmaterial und den Transportschutz entfernen wir sorgfältig – das spart Zeit, in der die Mechaniker sich dann ganz dem ReBike widmen können.
Das Ergebnis der Erstsortierung ist ein klarer Startpunkt: Wir wissen, welches Bike wohin muss, wer es übernimmt und welche Teile voraussichtlich gebraucht werden. Das reduziert Wartezeiten, verhindert Doppelarbeit und sorgt dafür, dass am Ende ein technisch verlässliches ReBike bei dir ankommt.
Zuweisung & Mechaniker-Teams: Wer übernimmt welches Bike?
Die Zuteilung steuern unsere Senior-Mechaniker anhand von Zustand und Komplexität. Auf Junior-Paletten landen einfache Modelle wie Balance-Bikes oder 16-Zoll Kinderräder wie z.B. das Academy Grade 3 Belt. Die Intermediate-Mechaniker übernehmen alle Räder mit Gangschaltung, bei denen kein Spezialservice nötig ist. Unsere Seniors hingegen kümmert sich um die Königsdisziplinen: Federgabelservice, hydraulische Bremsen, komplexe Schaltungen – und springen überall dort ein, wo besondere Erfahrung gefragt ist.
Diese Aufgabenteilung nach Erfahrungswerten ist der Grund, warum wir Tempo und Qualität vereinen können: Wer regelmäßig ähnliche Fälle sieht, arbeitet präziser, erkennt Muster schneller und weiß, welche Teile wirklich getauscht werden müssen. Gleichzeitig dokumentieren alle Teams ihre Schritte, sodass Wissen nicht an einzelnen Personen hängt, sondern allen zugutekommt. Am Ende profitiert dein Kind von einem Rad, das genau die Behandlung bekommen hat, die es braucht – nicht weniger und vor allem nicht weniger schnell.
Von „aus dem Karton“ zu „werkstattfrisch“
Vor dem ersten Schraubenschlüssel-Dreh holen wir das Bike komplett aus dem Karton, richten es aus und prüfen die Montagepunkte. Anschließend startet die mehrstufige Reinigung, denn eine saubere Basis ist Voraussetzung für präzise Checks.
Zuerst sind die Reifen dran: Gummireiniger und Bürsten entfernen Schmutz, feine Steinchen und alte Pflegemittel, die Grip oder Dichtheit beeinflussen könnten. Die Rahmenreinigung folgt mit biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln, die Schmutz lösen, ohne die Dichtungen oder Lager anzugreifen. Danach wird klargespült und alles mit Mikrofasertüchern getrocknet, damit keine Rückstände oder Wasserflecken bestehen bleiben.
Reinigung: Ja! Aber wie genau?
Reifen- und Gummipflege: Die Ablagerungen werden sorgfältig entfernt, wir prüfen die Seitenwände und die Ventile.
Rahmen und Anbauteile: Mit einem sanften und biologisch abbaubaren Reiniger wird geschrubbt – und egal wie dreckig: wir verwenden keine aggressive Chemie in der Werkstatt.
Spülung und Trocknung: Nachdem die Rückstände vollständig entfernen wurden, erfolgt die Trocknung des ReBikes mithilfe von Mikrofasertüchern.
Finish: Zum Abschluss markieren wir technisch relevante Mängel, die noch behoben werden müssen (z. B. Spiel, Risse, lose Schrauben).
Technischer Check & Reparatur: Sicherheitscheck vor der Auslieferung
Nun mal zu den Zahlen: Etwa 75 % aller Räder, die in unsere ReBike Werktstatt kommen, brauchen Reparaturen – und genau dafür ist die Werkstatt ja auch da. Zu den häufigsten Tauschteilen zählen Bremszüge/-beläge, Reifen/Schläuche, Griffe/Sättel sowie Ketten/Ritzel. Eben alles, was im Gebrauch gerne mal in Mitleidenschaft gezogen wird.
Häufige Reparaturen & Ersatzteile – und was selten anfällt
Schaltwerke, Kurbeln oder andere Großteile tauschen wir nur dann komplett aus, wenn’s technisch unbedingt nötig und auch sinnvoll ist. Jetzt wird’s ehrlich: Auf dem sauberen Rad markieren wir Kratzer oder Lackspuren, ohne diese kosmetisch abzudecken oder zu verbessern. Aber warum beheben wir optische Lackschäden nicht? Ganz einfach: Damit unsere ReBikes für unsere Mitglieder erschwinglich bleiben! Kleine Lackkratzer beeinflussen die Fahrsicherheit nicht – dieser Grundsatz spart Ressourcen und hält unsere ReBikes in einer fairen Preisspanne.
Bereit für den nächsten Einsatz?
Nach der Technik bekommen unsere ReBikes eine passende Reifenpflege – diese hält das Gummi geschmeidig und beugt Mikrorissen vor. Anschließend verpacken wir alles transportsicher, so dass die Räder auch gut bei dir und deinen Kids ankommen. Wir schützen die Fixpunkte, polstern die Kontaktstellen und verstauen alle Kleinteile sicher und übersichtlich. In unserem Lager bleibt es auch aufgeräumt: Dort sortieren wir nach Marke, Größe und Farbe. Zusätzlich trennen wir kleine und große Bikes für eine stabile Stapellogik. Das beschleunigt die Auslieferung und schützt Rahmen und Laufräder – damit die Bikes schnell und sicher bei dir sind.
Nichts verlässt die Werkstatt ohne Check
Vor dem Verlassen des Lagers gibt’s den finalen Qualitätscheck: Bremsen, Schaltung, Drehmomente, Laufruhen, Reifendruck – alles bekommt sein Häkchen. Wir prüfen zusätzlich die Verpackung (Kantenschutz, Fixierung, Vollständigkeit des Zubehörs) und erst wenn alles passt, wechselt der Status auf „versandbereit“. Diese doppelte Kontrolle sorgt dafür, dass das Bike bei dir ankommt, wie es die Werkbank verlassen hat: sicher, sauber eingestellt, bereit für die erste Runde.
Heute geliefert – morgen Abenteuer
Die gute Nachricht lautete: In vielen Fällen ist dein ReBike heute in der Werkstatt fertig und morgen schon auf dem Weg zu dir.
Unser Ziel: Du kannst direkt alles auspacken, die Pedale anschrauben, den Reifendruck checken und nach einer kurzen Bremsprobe direkt losradeln!
Und sobald dein Kind eine andere Größe braucht: Mit dem BikeClub-Abo kannst du dein Bike oder ReBike gegen ein passenderes Bike tauschen.
Transparenz für Eltern
Wir glauben, dass Vertrauen aus Nachvollziehbarkeit entsteht. Deshalb zeigen wir dir, was wir tauschen, wo wir messen und wo wir bewusst nicht eingreifen. Kleine Kratzer ohne Einfluss auf Sicherheit/Funktion bleiben – das ist ehrlicher, nachhaltiger und macht ReBikes günstiger. Gleichzeitig gilt: Bei Bremsen, Antrieb und tragenden Teilen gibt es keine Diskussion.
Wenn du flexibel bleiben willst, ist vielleicht eine Mitgliedschaft bei Bike Club für dich interessant – damit fährt dein Kind immer das passende Bike, ohne dass ihr ständig neu kaufen müsst.
Häufige Fragen zum Thema ReBikes und dem Ablauf in unserer Werkstatt
Bleiben Kratzer am ReBike sichtbar?
Ja – und das ist bei Bike Club ganz bewusst so. Wir bessern keine kosmetischen Lackschäden aus, weil wir uns auf Funktionalität und Sicherheit konzentrieren. Kleine Kratzer oder Gebrauchsspuren erzählen die Geschichte des Bikes und haben keinerlei Einfluss auf seine Fahrsicherheit. Würden wir diese rein optischen Dinge aufwendig beheben, wäre das weder nachhaltig noch wirtschaftlich sinnvoll. So spart Bike Club Ressourcen und kann ReBikes zu fairen Preisen anbieten, ohne Abstriche bei der Technik zu machen.
Was passiert, wenn ein Bike schwerere Mängel hat?
Etwa ein Viertel der eingehenden Räder zeigt größere Defekte, die mehr Zeit erfordern. In solchen Fällen prüfen die Senior-Mechaniker von Bike Club sehr genau, ob eine Reparatur wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist. Wenn ein Rad trotz aller Mühe nicht mehr zuverlässig aufbereitet werden kann, wird es ausgeschlachtet und recycelt. So bleibt der ökologische Fußabdruck so klein wie möglich. Selbst Bikes mit starken Mängeln leisten also noch einen Beitrag für andere ReBikes.
Wie stellt Bike Club sicher, dass jedes ReBike gleich zuverlässig ist?
Jedes Rad durchläuft einen klar definierten Prüfprozess mit mehreren Checkpunkten. Am Ende macht ein Mechaniker eine ausführliche Abschlusskontrolle – etwa vergleichbar mit einem „Fahrrad-TÜV“. Geprüft werden Bremsen, Antrieb, Lager, Reifen und Drehmomente an sicherheitsrelevanten Schrauben. Erst wenn alles stimmt, verlässt das Bike die Werkstatt. So garantiert Bike Club, dass jedes ReBike dieselben hohen Qualitätsstandards erfüllt.